Das fängt ja gut an!…

…denke ich mir, bevor ich mit etwas zusätzlichem Antrieb und leichtem Zorn diesen Blogeintrag schreibe. Ich habe nämlich gestern schon einen geschrieben. Meinen allerersten! Und der war gut. Richtig gut. So gut, dass ich mich Gott sei Dank noch vage daran erinnere heute morgen. Obwohl ich gestern – nachdem ich annahm, ich hätte den Blogeintrag gespeichert, ja sogar bereits veröffentlicht – noch vier Stunden lang TAC-Strategien mit meiner Mitbewohnerin, ihrem Freund und Bruder ausgeklügelt und schließlich doch (knapp!) verloren habe. Diese Niederlage hat mir ehrlich nichts ausgemacht. Heute früh jedoch festzustellen, dass ich meinen ersten Blogeintrag nochmals schreiben muss bzw. dass ich ihn nun erst als zweiten veröffentliche, das hat mich echt frustriert. Aber so ist das eben manchmal.

Es geht immer schlimmer. Wer kennt das nicht, diesen Moment der Verzweiflung, in dem man beginnt wild mit den Händen zu fuchteln, mit den Zähnen zu knirschen und am liebsten den Laptop zum Fenster rausschmeißen möchte? Diese Momente, die immer gleich dann kommen, wenn man eine lange Email an einen alten Freund geschrieben hat und plötzlich die Internetverbindung unterbrochen wird. Nun ja.

Es gibt auch andere Momente der Verzweiflung. Zum Beispiel den heute morgen, als mich Lametta, unsere WG-Katze, aus dem Schlaf gerissen hat. Morgens um kurz vor 6. Lametta hat seit eineinhalb Wochen eine neue schlechte Angewohnheit: Sie beginnt zwischen halb 6 und halb 7 an meiner Tür zu scharren, zu kratzen und zu miauen. Manchmal versucht sie es auch noch mit Springen. Doch da sie inzwischen weiß, dass sie meine Zimmertür nicht aufbekommt, setzt sie scheinbar nun alle Energie in die zuvor genannten Strategien. Und ehrlich: Sie macht mich damit wahnsinnig! Es ist nervtötend! Spätestens aber, wenn sie treu an meiner Seite in die Küche trappelt und ich ihr Futter gebe, verfliegt meine erste Wut. Dann versuche ich ihr Verhalten zu ergründen…Dazu könnte ich jetzt noch Vieles schreiben. Da es für Katzenkenner wahrscheinlich lächerlich ist, meine Erklärungsversuche für Lamettas Verhalten zu lesen, und ich ja ohnehin eigentlich meine Gedanken von gestern teilen wollte, lasse ich das. Wenigstens bin ich so schon mittendrin. Mittendrin? Mitten in meinem Alltag, mittendrin in meinem Leben. Und darüber möchte ich schließlich schreiben.

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