Hände hoch!

L.A. Crash (Orignaltitel Crash) ist ein Episodenfilm mit Starbesetzung aus dem Jahr 2004. Sehenswert! Er ist rassismuskritisch, einfühlsam und verknüpft unterschiedlichste Charaktere zu einem Beziehungsnetz. Ganz, was mir gefällt. Lehrreich, anregend.

Die klassische „Händehoch-Szene“ gibt es in vielen anderen Filmen auch. Vielleicht gab es sogar eine im gestrigen Frankentatort; den habe ich leider nicht gesehn. Wie geht es dir dabei? Ich finde diese Händehoch-Szene, in der ein Unschuldiger von Polizeibeamten gestellt wird, schrecklich. Ein Schockmoment. Mitgefühl. Entsetzen: „Oh nein! Das kann doch nicht wahr sein!“ Ich fühle mich in Familienangehörige und Freunde ein, die auch in die Szene gesetzt sind, und nichts dagegen machen können, dass die Person abgeführt wird.

Meistens nehmen diese Filme dann doch ein gutes Ende. Der Unschuldige kommt frei. Oder es gibt eine starke Botschaft. Dann atme ich am Ende des Filmes auf. Im wirklichen Leben ist es oft anders. Menschen werden verurteilt wegen ihrer Herkunft, Religion und Hautfarbe. Wenn Menschen immer wieder zu Unrecht Vorurteilen und Angriffen ausgesetzt sind, gehen sie in Habacht-Stellung. Ducken, abhauen oder angreifen. Das sind die Optionen.

Ständig auf Habachtstellung zu sein, ist nichts für mich. Ich denke, für niemanden. Viel schöner sind doch die Momente, in denen ich die Hände freien Willens nach oben halten darf. Auf Konzerten, im Sommerregen, auf einem Berg. Ich wünsche uns allen mehr solcher Momente der Freude. Auch im Alltag. „Put your hands up high to the sky!“ und feiere heute das Leben, deine Freiheit, dein Angenommensein!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s