Lebensecht

Ich liebe mein Leben! Und manchmal, in Momenten wie diesem, ist es mir ganz wichtig, das in die Welt hinauszuschreien. Ja, da bin ich, der Halleluja-Christ!

Es gibt so einen Satz, den ich mir immer mal wieder sage – ihr wisst schon, einer dieser Sätze aus der Sammlung „gegen den inneren Schweinehund“: „Der wichtigste Schritt ist der vor die Haustür.“ Keine Ahnung, wo ich den aufgeschnappt habe, aber er ist wichtig für mich. Denn in der Tat liegt da viel Wahres für mich in diesem Satz. Er hat Schubkraft. Das echte Leben spielt sich Draußen ab.

Dennoch sehe ich es auch so: Einfach mal aus dem Fenster schauen, hat auch seinen Wert. Ohne Lärm, ohne Konfrontation von Außen, ohne, sich der großen Welt auszusetzen, insbesondere an Tagen, an denen mir meine eigene kleine so groß erscheint.

Ich habe heute einen nachdenklichen Tag, bete viel. Und plötzlich schaue ich mitten im Sinnieren rüber zu den drei Teebeuteln. Drei Teebeutel, Kamille und Fenchel, hängen da vom Ast auf der Höhe des dritten Stockes. Sie hängen da schon ein paar Tage (vermutlich haben die unsere Nachbarn über den Balkon geworfen). Meine Fotografierblockade löst sich, ich schraube nach Jahren sogar mein Monster-Objektiv an die Kamera und bin nicht mehr zu halten. 71 Mal drücke ich den Auslöser, um diesen Moment festzuhalten. Ich muss verrückt sein, so zu leben, denke ich vergnügt.

Lebensecht! Das ist für mich dieses Abbild von ausgetrockneten ausgezurzelten alten Teebeuteln, die sich da hartnäckig an dem Zweig halten. Wer noch kann die Ästhetik des Echten, Unverfälschten in diesem Bild erkennen?

Liebst du dein Leben?

In diesem Moment denke ich, dass es ein Drinnensein ohne Draußensein nicht geben kann. Mein Leben ist ein Geschenk Gottes an mich. Er hat mich hineingesetzt in diese Welt – ich bin dankbar dafür. Ich liebe mein Leben. Mich gibt es…echt!

5 Kommentare zu „Lebensecht“

  1. hallo Anna,

    endlich hast Du wieder hier was geschrieben, ganz ehrlich ich habe schon darauf gewartet. Ich kenne das den Moment fest halten mit der Kamera das perfekte Bild für ein Bild mache ich locker auch mehr als 10 Bilder weil mich der Ehrgeiz so packe, eins ist mir nicht genug, also gibt noch paar Verrückte wo es auch so machen, z.B. ich, laut lachen.
    Auch wenn in den letzten 4 Wochen viel sehr unterwegs war und sehr viel Kilometer hinter mir habe, habe ich jeden Moment sehr genossen, fühle ich mich sehr wohl in meiner Haut und mich haut nix so schnell um.
    Aber es war sehr viel Gegenwart Gottes in der Luft spürbar und es war einfach ein Genuss dabei Zusein, genau in diesen Moment es erleben zu dürfen.
    Ich liebe mein Leben noch mehr als vorher und möchte ernsthaft nicht eintauschen, ich fühle mich irgendwo angekommen und bin sehr zufrieden, wenn auch Höhnen und Tiefen kommen. ich weiß wer hinter mir seht und seine schützende Hand über mir hat .. Lg Manuela

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    1. Liebe Manuela, danke für dein Feedback! Schön zu wissen, dass es dir ähnlich geht und dass du den Weg mit Jesus gehst – mehr und mehr in neues Leben hinein, das dir verheißen ist. Das freut mich. Eine kleine Bitte: Ich möchte dich bitten, künftig etwas kürzere Kommentare zu schreiben. Vielleicht magst du mir mailen. So können wir auch im Austausch sein. Herzliche Grüße und Gottes bewahrenden guten Segen! Anna

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  2. Hallo Anna,
    Ich kenne dieses Gefühl gut. Zuhause wohne ich auf dem Land, wo die Natur einen starken Eindruck hinterlässt. Ich halte solche Momente in Liedern und gemalten Bildern fest, dass liegt mir mehr als fotografieren.

    Ich mag deinen Blog sehr, auch wenn der Glaube eine Kunst ist, die ich noch lernen muss. Gruß Gregor

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