Über den Dingen

Das Riesenrad-Foto habe ich vom Sommerurlaub als Erinnerungsstück mitgebracht: „Eine Woche raus!“ Jetzt, wenn ich darauf schaue, denke ich ans Hamsterrad des gemeinen Angestellten und Schülers. Ich ziehe meine Schlüsse: Egal wie sehr wir uns abstrampeln, es höher – vielleicht sogar bis ganz oben schaffen – wir können in diesem Zustand nicht lange verweilen. Zuletzt kommen wir wieder unten an. Bitte Aussteigen!

Was ich aus meiner Zeit im Hamsterrad gelernt habe, ist: Die Dinge ab und an (wie im Riesenrad)  von oben zu betrachten, kann hilfreich sein. Mein Leben im Ganzen anzusehen, dann nur die Aufgaben eines Tages, statt die gesamte Arbeitswoche. Für einen Moment innehalten, nicht strampeln, zurücklehnen und schauen. Es tut mir gut, morgens und abends von unserer Anhöhe hinunter zu blicken. Ich sage mir dann: Ich bin nicht meine Schule! Ich bin nicht meine Arbeit! Auch wenn sie ein Teil meines Lebens und auch meiner Identität sind.

Ich bin mehr als meine Aufgaben. Gott hilft mir, über den Dingen zu stehen. Ein Leben außerhalb des Hamsterrads lässt mich nicht klein fühlen, sondern riesengroß. Denn die wahren Erfolge meines Lebens, die erlange ich nicht mit Abstrampeln im Angstantrieb, sondern im Vertrauen darauf, dass ich genug Kompetenzen habe, um zu bestehen. In der Schule und außerhalb.

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