Wie zu Kindertagen

Wenn die Stadt lärmt, hupt, stinkt und schreit,

am liebsten würd‘ ich rennen.

Wenn Menschen in der Stadt sich drängen, ins Leere reden,

sich kaum kennen,

Erinnerung an Kindertage – das Einzige, was bleibt.

Wenn Stadt und Mensch mehr schlecht als recht,

ich meine Welt kreiere,

das Gute suche, und es finde. Im Innern große Traurigkeit.

Ich schau sie an, sie schaut zurück.

Das Kind im Glück, wie war das gleich?

Vor mir steht’s hier, fängt’s Weinen an.

Ich denk: „Halt’s fest, tust gut daran.“

Ich drück‘ es an mich, stehe still.

Die Menschen, die Stadt, nicht, was ich will!

In diesem Moment, in dieser Stund‘, ist Trauer nur…gewiss.

Da bin ich Kind und folg der Spur der Sehnsucht tief in mir.

Umarme sie, die Traurigkeit und bin umarmt zur selben Zeit:

Gott sieht mich, sorgt sich, ist bereit, als wär ich sie – die Einzge hier.

In dieser Welt, in dieser Stund‘, tu ich es kund:

„Da bin ich: Kind von Glücklichkeit!“.

Ein Gedanke zu „Wie zu Kindertagen“

  1. Deine Text, deine Foto haben Tiefgang auf eine sehr angenehme Weise in Dieser so vernebelten Welt, ich finde echt klasse was da so lese, entspannt einen so.., bin jetzt schon Fan 🙂

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